Shift in progress
Donnerstag, 25. Oktober 2007
Freitag/Samstag, 26./27. Oktober 2007, 11–22 Uhr
Sonntag, 28. Oktober 2007, 11–18 Uhr
Güterwagen
Shift in progress hat Studierende der Schweizer Kunsthochschulen dazu eingeladen, Arbeiten aus dem Bereich der elektronischen Künste einzureichen, die in Bezug zum diesjährigen Festivalthema Access stehen. Aus den insgesamt 27 eingesandten Projekten wählten Daniel Baumann (Kurator) und Hanspeter Giuliani (Tweaklab) 16 Projekte aus. Shift in progress versteht sich als Plattform für Projekte einer neuen Generation von Künstlern und Aktivisten, welche aus nächster Nähe die aktuellen Entwicklungen der elektronischen Medien verfolgen, sie kommentieren, beeinflussen und in ihrem Sinne nutzen.
Beteiligt sind Studierende folgender Schulen
- Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Gestaltung und Kunst, Institut Medienkunst Aarau, Institut Kunst, Basel, Institut Hyperwerk, Basel
- Hochschule der Künste Bern, Studienbereich Musik und Medienkunst
- Fachhochschule Zentralschweiz, Hochschule für Gestaltung und Kunst, Videodepartment, Luzern
- F&F Schule für Kunst und Mediendesign, Zürich
- Zürcher Hochschule der Künste, Vertiefung Neue Medien
Stefan Baltensberger / David Siepert
Innen und Aussen, 2007
FHNW HGK Institut Medienkunst, Installation
Die Installation ermöglicht, in zufällig angepeilte öffentliche Telefonkabinen in Basel anzurufen. Jemand nimmt ab oder nicht. Der Kunstgegenstand befreit sich von seiner örtlichen Gebundenheit und lässt den Besucher zum Akteur werden. Was bleibt, ist eine flüchtige Spur im öffentlichen Raum.
Roland Brönimann/Hans Peter Wyss
e-feuille, 2007
FHNW HGK Institut Medienkunst, Installation
e-feuille sind Wesen, die als Schnittstelle zwischen Mensch und digitaler Welt agieren. Sie existieren wirklich und haben gleichzeitig eine Präsenz im digitalen Raum des Internets. Die hybriden Lebensformen können dank ihrer primitiven Sinnesorgane ihre Umwelt wahrnehmen und darauf reagieren, wodurch der User auf eine neue Weise Zugriff auf den Datenraum erhält.
Christoph Brünggel
tonfeld, 2007
HKB Musik und Medienkunst, Konzert
tonfeld ist eine monochrome Fläche, bespannt mit 87 Tonbändern. Diese sind mit Klängen unterschiedlich dichter Obertonstrukturen bespielt, von einfachen Sinustönen bis zu komplexem Rauschen. Zwei Interpreten spielen mit Tonköpfen eine für tonfeld geschriebene Komposition.
Konzert, Donnerstag, 25. Oktober 2007, Konzertraum
Siehe auch Konzertbeschrieb
André Freiermuth
Stadt 2.0, 2007
FHNW HGK Institut Hyperwerk, Shift Talk
Stadt2.0 dient zur Reanimation der sozialen Interaktion im Stadtraum und setzt dabei auf die Eigendynamik der Netzidee. Als Infrastruktur dient nicht das Internet, sondern die Stadt selbst. Dazu überträgt das Projekt die reale, digitale Web2.0-Infrastruktur in den virtuellen, physischen stadt2.0raum und ermöglicht damit, in den öffentlichen Raum gestaltend und kommunizierend einzugreifen.
http://stadt2null.ch/
Shift Talk, Sonntag, 28. Oktober, 16 Uhr, kleiner Saal
Sam Graf/Sofie Schweizer
Track & Trace, 2007
FHNW HGK Institut Medienkunst, Installation
Eine akustische Reise von Bern nach London. Grundlage ist eine Tonaufnahme aus dem Innern eines Paketes, das mit Expresspost unterwegs war. Vom Lärm bis zu privaten Gesprächen wurde alles aufgezeichnet. Mithilfe des Tracking-Dienstes von TNT wurden die akkustischen Daten mit geografischen verbunden und in der Soundinstallation Track & Trace vereint.
Mischa Hediger
Herumstehen mit meiner Generation, 2007
FHZ HGK Videodepartement, Installation
Die Videoinstallation des 23jährigen Mischa Hedinger ist der Versuch einer Charakterisierung seiner Generation.
Lucie Kolb
sarasolid, 2007
FHNW HGK Institut Kunst, Konzert
sarasolid konstruiert die Identität einer Band. Ziel ist es, Performer für sarasolid zu finden, die diese Identität für jeweils einen Auftritt prägen. sarasolid wird so entpersonalifiziert – die Band wird zum Gefäss, das für einen Abend angeeignet werden kann.
www.sarasolid.com, www.ctrl.name
Konzert, Donnerstag, 25. Oktober, Konzertraum
Siehe auch Konzertbeschrieb
Severin Kuhn
Drop In – Das Gefühl des menschlichen Augenblicks, 2007
FHZ HGK Videodepartement, Installation
Das Experiment basiert auf Beobachtungen an der Luzerner Seepromenade. Eine Bank reiht sich an die nächste, Plätze, Parks, Strassen, Gebäudefassaden. Ein öffentlicher Ort, wo Menschen in verschiedensten Lebensumständen zusammenkommen, jeder für sich und doch im Rahmen desselben Settings und somit derselben Geschichte.
Sara Majidzadeh
Nullgrad, 2007
FHNW HGK Institut Medienkunst, Installation
Nullgrad visualisiert einen künstlerischen Prozess. Der Hauch an einer Glasscheibe lässt andernorts eine entstehen. Diese Eisblume verschwindet und verbindet sich mit neuen Gedanken.
Marcel Sägesser
a caminho/unterwegs, 2007
HKB Musik und Medienkunst, Installation
Die Klanginstallation befasst sich mit dem Weg zwischen A und B. Per Knopfdruck wird eine Person oder eine Botschaft losgeschickt. Ein Mensch marschiert von A nach B. Vielleicht findet er zum Ziel. Der Weg wird akustisch angedeutet, alles Weitere spielt im Kopf.
Miro Schawalder
IX-IXP-NAP, 2007
F&F Zürich, Installation im Aussenraum
Die Strassen des Zollfreilagers auf dem Dreispitz-Areal sind nach grossen Warenumschlagplätzen in Europa benannt. Nach und nach wird ein anderer Handel Einzug halten: Der Handel und Austausch von Kultur, Codes, Wissen oder Unwissen. Es wird Zeit, die Namen der Datenhighways und Zentralserver würdig zu platzieren.
Alexandra Stähli/Bianca Dugaro
Insert coin, 2007
FHNW HGK Institut Kunst, Installation
Als Kinder haben wir im Restaurant stundenlang vor Spieltischautomaten gesessen und dem verführerischen Preview-Computerspiel zugeschaut. Die Knöpfe und Joysticks vermittelten uns das Gefühl, Einfluss nehmen zu können. In Wirklichkeit blieben wir aber nur Betrachter. Dies ist der Ausgangspunkt von Insert coin, einer Installation mit einem 16mm Animationsfilm.
Markus von Glasenapp
Fuelbrush, 2007
ZHdK, Neue Medien, Shift Talk
Fuelbrush ist eine funktionstüchtige, benzinbetriebene Zahnbürste, die im Ausstellungskontext eine Konfrontation mit der eigenen Alltagshandlung provoziert. Der Energieverbrauch des banalen täglichen Rituals wird in Lärm und Gestank übersetzt.
Shift Talk, Sonntag 28. Oktober, 16 Uhr, kleiner Saal
Moritz Wettstein
algoritmo caliente!, 2007
ZHdK, Neue Medien, Performance
Im Raum erzeugte Geräusche und Bewegungen des Publikums und des Performers werden unmittelbar mit der von Wettstein gesteuerten, fahrbaren MusikVideoMaschine aufgenommen und als Loop audiovisuell über Lautsprecher und Videoprojektor direkt wiedergegeben.
Konzert, Samstag, 27. Oktober, ca. 22.30 Uhr, Konzertraum

