Konzerte, audiovisuelle Performances und Parties
Fennesz und Lillevan – Yan Duyvendak – Vicki Bennett aka People Like Us – Larytta – Plaid – Junction SM aka Sonja Moonear und Dandy Jack – Frédéric Post – Strotter Inst. und Flo Kaufmann – Philip Jeck – Birdy Nam Nam – DJ Q-Bert – Goldfinger Brothers – Huzi – 8GG
Eröffnungskonzert
Donnerstag, 23. Oktober 2008
FENNESZ UND LILLEVAN (A/SE)
AUDIOVISUELLE PERFORMANCE
Do, 23. 10. 2008, 22.00 h
Zur Eröffnung des Festivals erfährt das kollaborative Projekt des Musikers Christian Fennesz und des VJs Lillevan seine Schweizer Premiere. Fennesz und Lillevan sind Teil eines weltweit operierenden Netzwerkes an kreativen MusikerInnen, Choreografen und MedienkünstlerInnen, die sich von den konventionellen Spieltechniken des 20. Jahrhunderts abgewendet haben, um die überbordenden Möglichkeiten elektronischer Klangerzeugung auszuloten und deren Schnittstellen zur visuellen Kultur zu erforschen. Der 1962 in Wien geborene Christian Fennesz hat mit elektronischen Produktionsmitteln den Klang der Gittarre für sich neu definiert. Er benutzt sein Instrument als Impulsgeber und bearbeitet die einmal gewonnenen Sounds am Laptop. Live schichtet und looped er seine gitarrenbasierten Samples zu dichten Klanggeweben. Der in Berlin lebende Medienkünstler und VJ Lillevan (* 1965), wohl am besten bekannt als Mitbegründer des A/V Duos Rechenzentrum, erstellt auf der Grundlage von vorgefundenem Bildmaterial, eigenen Aufnahmen und computergenerierten Bildern Filme, die mit der Musik von Fennesz in eine vielschichtige Wechselwirkung treten.
www.fennesz.com, www.lillevan.com
Listen! Don't you remember?
Freitag, 24. Oktober 2008
Im Spiel mit der Aneignung, Rekombination und Transformation von Bild- und Tonfragmenten aus diversen Medienarchiven konfrontieren die Performances und Konzerte am Freitagabend das Publikum nicht zuletzt mit seinem eigenen Medien- und Musikgedächtnis. Die künstlerischen Live-Acts zielen darauf ab, Erinnerungen und Assoziationen freizusetzen, Sinnzusammenhänge zur Disposition zu stellen, aber auch unmittelbar Emotionen auszulösen.
Yan Duyvendak (CH)
‹Self-service› Performance
Fr, 24.10.2008, 20.00 h
In seinen Performances bewegt sich Yan Duyvendak (* 1965) im Spannungsfeld von Film, Video und Theater. Zeitkritisch, hinterlistig und humorvoll untersucht er im Dialog mit Versatzstücken aus der Fernseh- und Filmwelt verschiedene Phänomene der Massenmedien. Duyvendak treibt dabei ein doppeltes Spiel mit den aufgezeichneten Bildern und stellt sich immer neu dem Versuch, diese in eine eigene Wirklichkeit zu übersetzen. In ‹Self-service› erforscht der Performance-Künstler das Verhältnis von Text und Bild auf sehr persönliche Weise. Seine Versuchsanordnung ist dabei voller Überraschungen: Die gängige Definition und Konventionen aushebelnd, erhält die ‹Erzählstimme aus dem Off› für einmal ein Gesicht. Zwischen den filmischen Bildern und dem Akteur entwickeln sich ebenso vielschichtige wie überraschende Beziehungen.
www.duyvendak.com
Credits
Regie: Imanol Atorrasagasti
Dramaturgie: Nicole Borgeat
Administration: Dreams Come True, Nataly Sugnaux-Hernandez, Genève
Koproduktion: Centre pour l’Image Contemporaine (sgg*) saint-gervais genève; Fonds d’art contemporain de la Ville de Genève (fmac); Nuit de la Science, Musée d’Histoire des Sciences Genève.
Shift in Zusammenarbeit mit Nicholas Matus, Manuel Scheiwiller und Lea Hummel
Vicki Bennett aka People like Us (GB)
AUDIOVISUELLE PERFORMANCE
Fr, 24.10.2008, 20.30 h
Die Londonerin Vicki Bennett ist eine Virtuosin im Komponieren von und mit bereits existierendem Material. Sie schöpft unter dem Pseudonym People Like Us seit Jahren schamlos aus einem Pool von kuriosen Fernseh- und Radioshows, Filmklassikern und billigen TV-Seifenopern. Mit einem sicheren Gespür für kulturelle Merkwürdigkeiten eignet sich Bennett das Material an und rekontextualisiert die gefundenen Klangund Bildschnipsel in vollständig neuen Soundscapes. Dabei tauscht Bennett die passive Position des Medienkonsums gegen die aktive Auseinandersetzung mit medialen Nullbotschaften ein. Ihre dadaistischen Audio-Video-Collagen sind humorvoll, unterhaltend und höchst irritierend zugleich.
www.peoplelikeus.org
Larytta (CH)
Konzert
Fr, 24.10.2008, 22.00 h
Larytta wurde 2004 von Christian Pahud und Guy Meldem gegründet. Mit viel Energie und Kreativität schafft das Duo aus Alltagsgeräuschen, Gitarrenloops, rhythmischen Beats und Gesang einen individuellen, experimentellen Elektronika-Pop. Als Exponenten der lebendigen Lausanner Musik- und Kunstszene sind Pahud und Meldem an verschiedenen Koproduktionen über die Spartengrenzen hinaus beteiligt und haben unter anderem mit der Videokünstlerin Emanuelle Antille zusammengearbeitet. Der visuelle Part des Auftritts von Larytta wird vom Künstlerkollektiv Körner Union gestaltet, dem Guy Meldem ebenfalls angehört. Mit ‹Difficult Fun› ist bei Creaked Records kürzlich ihr erstes Full-Length-Album erschienen. Die CD zeichnet sich durch einen frechen Stilmix aus, in dem sich ihr persönliches Verständnis von Musik spiegelt.
www.myspace.com/larytta, www.creakedrecords.com
Plaid (GB)
Konzert
Fr, 24.10.2008, 23.30 h
Das Musikerduo Plaid, bestehend aus Andy Turner und Ed Handley, entstammt der britischen Electronica-Szene im Bannkreis des Labels Warp. Die Plaid-Konzerte zeichnen sich durch das Spannungsverhältnis zwischen stetiger Wiederholung und plötzlicher Veränderung von virtuosen Melodien und raffinierten Rhythmen aus. Turner und Handley beschäftigen sich in ihren Live-Sets aber auch mit dem Prozess des Speicherns von Musik in unserem Gedächtnis und spielen mit den Assoziationen des Publikums, die sich in der Überlagerung von live gespielter und in der Erinnerung festgesetzter Musik einstellen. 1993 veröffentlichten sie unter dem Titel ‹Black Dog Productions› zusammen mit Ken Downie ihr erstes Album bei Warp. 1995 trennten sie sich von Downie und gingen mit Björk auf Tournee. Ihren internationalen Durchbruch schafften sie endgültig im Jahre 2000 mit der Kompilation ‹Trainer›. In Kürze wird ihr neues Album ‹Scintilli› erscheinen.
www.plaid.co.uk
Junction SM aka Sonja Moonear (CH) und Dandy Jack (D)
Semi-Live-Set
Fr, 24.10.2008, 00.30 h
Junction SM ist die perfekte Kombination von Sonja Moonears feiner Plattenauswahl und den raffinierten Rhythmen und Melodien von Dandy Jacks Live-Set. Sonja Moonear benutzt Dandy Jacks Klangmaterial als zusätzliche Quelle und baut die Sounds in ihr DJ-Set ein, bearbeitet mit Filtern und Effekten. Ideenreichtum und Originalität spiegelt sich in der Musik von Junction SM, in der die Grenzen zwischen Fremdmaterial und eigenen Klängen zunehmend verwischen. Zweifellos ist Sonja Moonear eine der gefragtesten Schweizer DJs im Bereich des avancierten Techno. Seit einigen Jahren wird sie von den wichtigsten Festivals und Clubs rund um den Globus gebucht. Ihre eigenen Tracks sowie Remixes veröffentlicht sie auf internationalen Labels wie Karat und Perlon. Der Deutsch-Chilene Dandy Jack ist Musiker und Produzent. Zu den Eckpfeilern seiner Biografie zählen die Projekte ‹Sieg über die Sonne› zusammen mit Pete Namlock und Pink Ellen sowie ‹Ric y Martin› zusammmen mit Ricardo Villalobos. 2006 veröffentlichte Junction SM ihre erste EP auf Kalk Pets.
http://ruta5.org
Visuals:
Videokultur (CH)
Unter dem Label Videokultur haben sich 5 VJ-Crews aus der Schweiz zusammengeschlossen (Bildstörung, Kim & Jim, Pixelpunx, Projektil und Suffix), mit dem Ziel Inhalte und Strategien auszutauschen, Netzwerke enger zu knüpfen, kollaborative Projekte aufzubauen, Vjing zu vermitteln und die Qualität des Vjings zu steigern. Das Kollektiv wird mit seinen Bildern nicht nur den Konzertraum bespielen, sondern auch mit einem VJ-Labor in der Ausstellung präsent sein. In diesem Labor und in den beiden Präsentations-Slots im Rahmen von Shift Talks wird die Arbeitsweise der VJs spielerisch vorgeführt und damit für das Publikum transparent. Eigenes Archivmaterial, am Festival selbst generierte Bilder und die Inputs der Musiker sind die Quellen für eine massgeschneiderte Live- Performance am Freitag- und Samstagabend.
www.videokultur.ch
Turntablism
Samstag, 25. Oktober 2008
Der Plattenspieler als Instrument und die Schallplatte als unerschöpflicher Musik- und Kulturspeicher stehen im Zentrum des Konzertprogramms vom Samstag. Den Künstlern aus der Schweiz, Frankreich, Grossbritannien, und den USA dient der Plattenspieler als kreatives Interface, mit dessen Hilfe sie aus bereits bestehendem Klangmaterial neue Sounds kreieren. Das Spiel mit den Turntables eröffnet ihnen eine Vielzahl von Variationsmöglichkeiten. So unterschiedlich die Ansätze von Frédéric Post, Strotter Inst. & Flo Kaufmann, Philip Jeck, Birdy Nam Nam und den Goldfinger Brothers denn auch sind, sie zeigen die ungebrochene Bedeutung eines anachronistisch anmutenden Instruments und die Faszination am Wiederholen, Stottern und Remixen auf der Basis von kollektiven und subjektiven Archiven.
Frederic Post (CH)
‹DISQUES EN COLLE MIRACOL (1998-2008)› DJ-PERFORMANCE
Sa, 25.10.2008, 20.00 h
Miracol nennt sich das hausgemachte Mini-Label von Frédéric Post (* 1975); es bezeichnet aber auch ein Verfahren zur Herstellung von Low-Budget-Schallplatten, das der Genfer Künstler seit einiger Zeit praktiziert. Mittels Weissleim stellt er Negativabgüsse von Vinyl-Originalen her, die er auf Piratenzügen entdeckt, oder aber eigens für Miracol in kollaborativen Projekten entwickelt hat. Während seiner Performance entführt Frédéric Post das Publikum in die Welt der rückwärts gespielten, mit materialbedingten Fehlern und Nebengeräuschen bereicherten Musik und treibt dabei ein doppeltes Spiel mit dem fragilen, fetischisierten Objekt. Der Miracol Showcase umfasst u. a. Veröffentlichungen nach Stücken von eRikm, Pierre Belouin & Cécile Babiole, Daft Punk, Alejandro Vidal, Romainville, Kraftwerk und Studio 1 – ein echtes Post-Clubbing- Erlebnis ist garantiert.
‹DURCHDREHEN› MIT STROTTER INST. UND FLO KAUFMANN (CH)
KONZERT
Sa, 25.10.2008, 20.30 h
Strotter Inst. (* 1968) und Flo Kaufmann (* 1973) sind Exponenten einer lebendigen Schweizer Szene an der Schnittstelle von Bastelei, Musik, Performance und Kunst, bei der die Idee des ‹do it yourself› eine wichtige Rolle spielt. Abspielgeräte, Tonträger und Aufnahmeteckniken, die irgendwann zwischen der Erfindung des ersten Phonographen (1877) und den heutigen digitalen Verfahren der Tonaufnahme und -wiedergabe (scheinbar) auf der evolutionären Strecke geblieben sind, gehören zu ihren bevorzugten Instrumentarien. Mit der Improvisation an diesen Geräten beginnt ‹Durchdrehen›. Die einmal erzeugten Klänge werden aufgezeichnet und von Flo Kaufman in Bierdosen wie Wachszylinder geschnitten, nur um wiederum von Strotter Inst. auf seinen präparierten Plattenspielern abgespielt zu werden. Es entsteht ein offenes System, in dem sich die Musik zunehmend selbst strukturiert und der kreative Prozess des Aufzeichnens, Speicherns und Weiterverarbeitens unmittelbar zum Ausdruck gelangt.
www.strotter.org, www.floka.com
PHILIP JECK (GB)
KONZERT
Sa, 25.10.2008, 22.00 h
Der renommierte britische Klangkünstlerund Performer Philip Jeck (*1952) arbeitet seit den frühen 1980er-Jahren vorzugsweise mit seltenen, meist unbekannten Vinylscheiben und alten Plattenspielern, die er wahlweise in vier Geschwindigkeiten (16, 33, 45, 78) rotieren lassen kann. Fasziniert von der Arbeit mit musikalischen Zeitdokumenten, entlockt der Turntable-Pionier den Schallplatten durch raffinierte Manipulationen so manche überraschende Geschichte. Dabei interessieren ihn nicht nur die in Vinyl verewigten Musikstücke, sondern auch die medialen Besonderheiten seines musikalischen Archivs: die Brüchigkeit und Vergänglichkeit seiner Materialität. Der unverwechselbare Charakter und die Geschichte jeder einzelnen Vinylscheibe fliesst in den musikalischen Entstehungsprozess ein und das Spielen von und mit Vinyl wird zu einem Spiel mit den Assoziationen der Konzertbesucherinnen und -besucher.
www.philipjeck.com
DJ Q-BERT (USA)
DJ-Performance
Sa, 25.10.2008, 24.00 h
Der in San Francisco lebende DJ Q-Bert ist einer der wichtigsten Exponenten und Mitbegründer der Turntablism-Szene. Er kann als Botschafter derjenigen DJs bezeichnet werden, die ihren Plattenspieler als Instrument begreifen. Seine Spezialdisziplin ist das Skratching, in der er zahlreiche Styles entwickelt hat, die mittlerweile weltweit auch von anderen DJs praktiziert werden. Doch
wie keinem anderen gelingt es Q-Bert, mittels Skratching aus einem Sound unzählige neue Variationen zu generieren. Seit den Anfängen der Hip-Hop-Kultur in den 1980er-Jahren ist DJ Q-Bert aktiv. Zusammen mit Mixmaster Mike und DJ Apollo gründete er die DJ Crew FM 20; kurz darauf wurden sie Mitglieder der legendären Rock Steady Crew. Als Rock Steady DJs gewannen sie 1992 erstmals die DMC Meisterschaften. 1998 veröffentlichte Q-Bert das erste rein auf Skratches basierte Album ‹Wavetwisters›.
www.djqbert.com
BIRDY NAM NAM (FR)
DJ-PERFORMANCE
Sa, 25.10.2008, 01.30 h
Birdy Nam Nam ist eine der bedeutendsten Turntable-Crew der heutigen Zeit. Crazy-B, DJ Pone, DJ Need und Little Mike formieren sich als Combo, in der jeder mit seinem Plattenspieler ein Musikinstrument repräsentiert. Ihre Stücke widerspiegeln nicht einfach perfektionierte DJ-Methoden und -Styles; die vier Musiker machen – Turntable an Turntable – ihre eigene, mitreissende Musik. Der Fundus an Samples reicht zurück bis in die Goldenen Zeiten des Funk und Soul. Birdy Nam Nam schöpfen aber auch aus der zeitgenössischen elektronischen Musik oder lassen sich Klänge eigens für ihre Performance auf Vinyl pressen. Künstlerische Unabhängigkeit, Kreativität und ein voller Einsatz auf der Bühne zeichnen Birdy Nam Nam aus. Ihr mit Spannung erwartetes neues Album produzieren sie zusammen mit Yuksek und Justice, beides führende Produzenten in der aktuellen
französischen Musikszene.
www.birdynamnam.com
GOLDFINGER BROTHERS (CH)
DJ-SET
Sa, 25.10.2008, 23.00-00.00 h, 01.00-01.30 h, 02.30-04.00 h
Die beiden Brüder DJ La Febbre und DJ Montes aus Basel trifft man seit über zehn Jahren im In- und Ausland an DJ Battles, Clubnächten, Open Airs, Paraden und in Radio Shows. Als Veranstalter haben sie mehrere erfolgreiche Partyreihen ins Leben gerufen. Ausserdem bestreiten die bei- den Tausendsassas eine eigene Radio Show bei Radio Virus. Ihre musikalische Bandbreite erstreckt sich von Hip-Hop über Electroboogie bis zu Funk und Reggae. In jüngerer Zeit haben sie sich unter dem Pseudonym The Boogiepilots auch als Bastard-Pop-Künstler einen Namen gemacht und brillieren mit ihren eigens gemischten Musikcollagen, so genannten Mash-Ups, die sie aus einzelnen Spuren von Stücken anderer Interpreten erstellen. Unermüdlich suchen sie nach den neusten Platten und schürfen in verstaubten Plattenkisten nach verloren geglaubtem schwarzem Gold.
goldfingerbrothers.ch
Visuals:
Videokultur (CH)
Unter dem Label Videokultur haben sich 5 VJ-Crews aus der Schweiz zusammengeschlossen (Bildstörung, Kim & Jim, Pixelpunx, Projektil und Suffix), mit dem Ziel Inhalte und Strategien auszutauschen, Netzwerke enger zu knüpfen, kollaborative Projekte aufzubauen, Vjing zu vermitteln und die Qualität des Vjings zu steigern. Das Kollektiv wird mit seinen Bildern nicht nur den Konzertraum bespielen, sondern auch mit einem VJ-Labor in der Ausstellung präsent sein. In diesem Labor und in den beiden Präsentations-Slots im Rahmen von Shift Talks wird die Arbeitsweise der VJs spielerisch vorgeführt und damit für das Publikum transparent. Eigenes Archivmaterial, am Festival selbst generierte Bilder und die Inputs der Musiker sind die Quellen für die massgeschneiderten Live- Performances.
www.videokultur.ch
Expanded Networks: China
Sonntag, 26. Oktober 2008
Unterstützt von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.
Im Dezember 2008 werden sich Schweizer und chinesische Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen elektronische Musik und audiovisuelle Performance im Rahmen des Projektes ‹Switch on› zu gemeinsamen Konzerten und Workshops in Peking und Shanghai treffen. ‹Switch on› wird auf Einladung von Pro Helvetia, als Teil des umfassenden Kulturprogramms ‹ China 2008–2010›, durch Michael Vonplon (Miro China) und Shift konzipiert und organisiert. Shift und Miro China knüpfen an diesem Netzwerk weiter und stellen am diesjährigen Festival zwei Positionen aus China vor.
Huzi (Cn)
Konzert
So, 26.10.2008, 16.00 h
Der 1978 in Henan geborene und heute in Peking lebende Huzi hat seine Wurzeln in der traditionellen chinesischen Musik. Immer am Experiment und an verschiedenen Musikstilen interessiert, machte er sich in China bald einen Namen als Pionier auf dem Gebiet der elektronischen Musik. Er versteht es in seinen Ambient-Sets zeitgenössische elektronische Klänge mit klassischer chinesischer Musik zu verweben, und erlangte damit bereits breite internationale Aufmerksamkeit. Nicht selten scheint in seiner Musik auch die unmittelbare Alltagsrealität auf, etwa wenn er Sounds aus der Grossstadt einbezieht und verarbeitet. Huzi veröffentlicht seine Musik bei Modern Sky Records, einem unabhängigen chinesischen Label für Electronica, Indie, Rock und Pop.
www.huzimusic.cn, wwwcn.myspace.cn/huziband
8gg (CN)
‹Net soundscape›
Audiovisuelle Performance
So, 26.10.2008, 17.00 h
Jia Haiqing und Fu Yu aus Peking sind unter dem Namen 8gg international als Multimedia-Duo bekannt. Mit ihren audiovisuellen Kunstperformances und interaktiven Installationen waren 8gg in bedeutenden Institutionen und an Festivals von Asien bis Europa präsent. Für ihre Performance ‹Net soundscape› greifen 8gg auf Sounds aus dem Internet zurück. Seit dem Jahr 2000 sammeln und speichern sie beim Surfen Klänge, um sie in ihrer Performance in völlig neue Zu- sammenhänge einzubinden. Gleichermassen hat 8gg über Jahre hinweg einen reichen Bildfundus angelegt, der sich aus verschiedenen Quellen speist, und nun als Ausgangspunkt für einen individuellen Live-Video-Mix zum Takt der Musik dient.
www.8gg.com
